Halbleiterindustrie

Gründe für die globale Chipknappheit

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Produktionsstopps, Lieferverzögerungen, Ausfälle – für Unternehmen aus den unterschiedlichsten Branchen wird der Chipmangel mehr und mehr zum Problem. Obwohl die Halbleiterindustrie seit Monaten auf Hochtouren arbeitet, steigt die Nachfrage weiter an. Vor allem der Autoindustrie macht die Halbleiterkrise schwer zu schaffen. Sie macht sich aber auch bei Elektronik- und Haushaltsgeräten bemerkbar. In der Unterhaltungselektronik werden momentan vor allem Display-Driver-Chips, die dazu dienen Informationen zur Beleuchtung von Bildschirmen, Monitoren oder Navigationssystemen zu übertragen, dringend benötigt. Aber auch Energie-Management-Chips sind heiß begehrt.

Die Mikrochip-Industrie agiert über globale Lieferketten. Elementare Rohstoffe stammen aus afrikanischen Ländern oder Lateinamerika und China. Aus den Rohstoffen entstehen meist in Japan und Europa Chemikalien und Siliziumwafer. Aus diesen werden dann die Chips gefertigt. Die Software für die Chips wird meist in den USA entwickelt, genauso wie die Maschinen für die Produktion. Einer der größten Chip-Produzenten ist das Unternehmen TSMC aus Taiwan. Hier werden Halbleiter im Kunden-Auftrag produziert – auch für Chip-Hersteller aus den USA. Laut dem Informationsdienst IHS Markit werden rund 70 Prozent der Mikrocontroller für Autos in den TSMC-Werken hergestellt. TSMC gab zwar an, dass sich die Lage in der Autoindustrie entspannen werde, jedoch gebe es noch keine Lösung für die generelle Knappheit. Die Chip-Produktion sei komplett ausgelastet, die steigende Nachfrage könne nicht aufgefangen werden. Plötzliche Produktionsstopps z.B. durch Stürme oder Dürre bei anderen Chip-Produzenten verstärkten die Knappheit weiter.

Viele Halbleiter-Hersteller kündigten bereits an, ihre Produktionskapazitäten mit neuen Produktionslinien weiter zu steigern. Diese werden sich jedoch eher auf moderne, dünne Chips beschränken. Die Autoindustrie benötigt aber ältere und dickere Chips. Hinzu kommt, dass der Bau neuer Produktionsstandorte vor einigen Hürden steht. Denn auch die benötigten Maschinen können zurzeit nicht in ausreichenden Mengen herstellt werden, unter anderem auch weil Chips für die Betriebssysteme fehlen – ein Teufelskreis.

Der Ukraine-Krieg verschärft den aktuellen Chipmangel noch zusätzlich. Aktuell sorgen sich die Chiphersteller um den Nachschub des Gases Neon, das für die Chip-Produktion sehr wichtig ist. Die Hälfte der weltweiten Ressourcen stammte bisher von Firmen aus den umkämpften ukrainischen Hafenstädten Odessa und Mariupol – deren Produktion jetzt ausfällt. Neon wird für Helium-Neon-Laser eingesetzt, die für die Belichtung der Siliziumscheiben verwendet werden. Bisher sind die Neon-Bestände ausreichend. Aber sollte der Konflikt zwischen der Ukraine und Russland länger andauern, kann es zu signifikanten Lieferengpässen bei Neon und somit zu einer erneuten Krise bei der weltweiten Chipherstellung kommen. Denn die Chipindustrie kann nicht kurzfristig auf Neon verzichten.

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